
Ybyrapora diversipes
Terrariumgröße: 20x30x40cm (baumbewohnend)
Temperatur: Tagsüber 24–28°C, nachts 20–22°C
Luftfeuchtigkeit: 70–85%, feucht halten
Einrichtung: Feuchte Terrarienerde, senkrechte Korkröhre, Äste, Wasserschale, Bodenpolizei, Pflanzen, Moos
Ernährung: Heimchen, Grillen, Schaben
Verhalten: Scheu, klettert geschickt, webt oft Verstecke in der Höhe
Temperament: 3/10 – zurückhaltend und ruhig
Körperlänge: Ca. 4-5cm
Wachstumsrate: 6/10, etwas zügig
Lebenserwartung: ♀️ 8-12 J., adult in ca. 2-3 J.; ♂️ 2-3 J., adult in ca. 1,5-2 J.
Haltungsschwierigkeit: 5/10 Luftfeuchtigkeit beachten
Herkunft: Brasilien
Natürlicher Habitat: Lebt in den tropischen Regenwäldern Nordost-Brasiliens, besonders in Bahia, in Höhenlagen von 100–500 m. Diese Baumvogelspinne bevorzugt feuchte Wälder mit dichter Vegetation, wie Kakao-Plantagen oder Bereiche mit großen Bäumen und Bromelien. Sie hält sich in den mittleren Baumregionen auf, wo sie in Astgabeln oder zwischen Pflanzen leichte Gespinste spinnt. Die Umgebung ist von hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, mit regelmäßigen Niederschlägen und einem Boden, der oft mit Moos und organischen Resten bedeckt ist.
Im Hobby seit: 2010er Jahre
Haltungstipps: Halte die Luftfeuchtigkeit hoch, indem du regelmäßig sprühst, aber vermeide Staunässe im Substrat. Biete viele Klettermöglichkeiten – Äste und Korkröhren sind ein Muss, da sie ihre Zeit fast ausschließlich in der Höhe verbringt. Jungtiere sind besonders farbenfroh, also achte auf eine stabile Umgebung, um Stress und Häutungsprobleme zu vermeiden.
Besonderheiten: Ybyrapora diversipes ist ein Juwel unter den Vogelspinnen, bekannt für ihre dramatische Farbveränderung: Jungtiere schimmern in einem intensiven Metallic-Grün, das an die Flügel eines tropischen Käfers erinnert, während adulte Tiere orange-flammenartige Streifen auf einem dunklen Hinterleib entwickeln. Ihr Name „diversipes“ (lateinisch für „verschiedene Füße“) spielt auf die kontrastreichen Beinmuster an, die je nach Lichteinfall schimmern. Im Vergleich zu anderen Baumvogelspinnen wie Caribena versicolor ist sie etwas robuster, aber ebenso anmutig. Sie baut keine komplexen Falltüren, sondern bevorzugt offene Gespinste, die sie wie ein zarter Schleier zwischen Ästen spannt – ein Anblick, der die wilde Schönheit des brasilianischen Regenwaldes widerspiegelt.
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