
Tliltocatl kahlenbergi
Terrariumgröße: 30x40x30cm (bodenbewohnend, gräbt)
Temperatur: Tagsüber 24-28°C, nachts 20-22°C
Luftfeuchtigkeit: 65-80%, feucht
Einrichtung: Leicht feuchte Terrarienerde (tief), Versteck, Bodenpolizei, Pflanzen, Moos, Wasserschale
Ernährung: Heimchen, Grillen, Schaben
Verhalten: Aktiv, gräbt moderat
Temperament: 3/10 – eher ruhig
Körperlänge: Ca. 6-7cm
Wachstumsrate: 4/10, eher langsam
Lebenserwartung: ♀️ 20-25+ J., adult in ca. 4-6 J.; ♂️ 4-6 J., adult in ca. 3-4 J.
Haltungsschwierigkeit: 3/10
Herkunft: Mexiko
Natürlicher Habitat: Lebt ist in den subtropischen, feuchten Tieflandwäldern östlich der Sierra Madre Oriental in Veracruz, Mexiko, beheimatet. Die Region ist ganzjährig heiß (26–33 °C) mit einer regenreichen Periode von Juli bis Oktober (Höhepunkt im September, bis zu 300 mm Niederschlag). Die Spinnen leben in selbst gegrabenen oder angepassten Höhlen unter Steinen, Baumwurzeln oder in Böden.
Im Hobby seit: 2000er Jahre
Haltungstipps: Ein paar Pflanzen helfen, die Luft und den Boden feucht zu halten. Biete Versteckmöglichkeiten – sie gräbt moderat.
Besonderheiten: T. kahlenbergi besticht durch einige Merkmale, die sie von anderen Vogelspinnen, insbesondere T. vagans, abhebt. Optisch ähnelt sie stark T. vagans, unterscheidet sich jedoch durch eine weniger intensive rötliche Behaarung auf dem Abdomen und einen auffallend hellen, manchmal bronzefarbenen Carapax. Die Beine sind im Gegensatz zu T. vagans meist einheitlich schwarz, was eine visuelle Unterscheidung erleichtert. Taxonomisch ist die Art durch zwei prolaterale Dornen an der Tibiaapophyse (Schienbeinhaken) der Männchen und die wellenförmige Spermathek der Weibchen eindeutig identifizierbar. Ein Problem im Hobby ist die Verwechslung und Hybridisierung mit anderen Tliltocatl-Arten, insbesondere T. vagans und T. epicureanum. Aufgrund früherer taxonomischer Unklarheiten und unsauberer Zuchtpraktiken kursieren viele Hybride im Handel, was die genaue Bestimmung erschwert. Alle Arten der Gattung Tliltocatl sind im Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) gelistet und somit herkunftsnachweispflichtig.
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