top of page
Blick auf die Wüstenlandschaft

Eresus kollari

  • Terrariumgröße: 20x20x20 cm (terrestrisch)

  • Temperatur: Tagsüber 22–26°C, nachts 18–22°C

  • Luftfeuchtigkeit: 50–70%, mäßig feucht halten

  • Einrichtung: Trockene Terrarienerde, Bodenpolizei, Moos, viele Äste, kleine Korkstücke, flache Wasserschale, trockene Deko nach Geschmack

  • Ernährung: Heimchen, Schaben, Grillen

  • Verhalten: Nachtaktiv, baut Röhrennetze im Boden, scheu

  • Temperament: 2/10 – friedlich, harmlos

  • Körperlänge: 0,8–1,5 cm (Beinspannweite bis 3 cm)

  • Haltungsschwierigkeit: 2/10

  • Herkunft: Zentraleuropa mit bemerkenswert großem Verbreitungsgebiet; Von Spanien und Portugal bis nach Russland (Sibirien/Novosibirsk)

  • Natürlicher Habitat: Die Art lebt auf trockenen Wiesen, Heiden und steinigen Böden Mitteleuropas, besonders häufig in Österreich und Ungarn. Sie bevorzugt offene, sonnige Flächen mit niedriger Vegetation wie Thymian und trockenen Gräsern.

  • Im Hobby seit: 2000er Jahre

  • Haltungstipps: Biete eine Schicht trockene Terrarienerde (ca. 10 cm), damit sie ihre Röhren bauen kann und füge trockene Deko wie Steine oder Äste hinzu, um die Umgebung natürlicher zu gestalten. Halte die Luftfeuchtigkeit mäßig mit einer kleinen Wasserschale und gelegentlichem Besprühen. Füttere mit kleinen Insekten und störe sie nicht unnötig – sie ziehen sich bei Gefahr in ihre Röhre zurück.

  • Besonderheiten: Eresus kollari hat unter den drei zentraleuropäischen Eresus-Arten die größte Verbreitung und ist damit die "Pionier-Samtspinne" des Kontinents. Die Weibchen sind tiefschwarz und elegant, während Männchen ein dramatisches Schwarz-Rot-Muster tragen. Der Kontrast zwischen den Geschlechtern ist spektakulär. Ein zusätzliches Detail: Die Seidenröhren ihrer Fallen haben oft einen charakteristischen bläulichen Glanz am Eingang, was wie eine winzige, glänzende Tür wirkt. Auch hier zeigt sich das Matriphagie-Verhalten, die Jungtiere fressen ihre Mutter nach dem Schlüpfen, ein makabres, aber biologisch faszinierendes Opfer der Mutterliebe.

© TT
bottom of page