
Birupes simoroxigorum
Terrariumgröße: Min. 30x40x30cm (bodenbewohnend, gräbt tief)
Temperatur: Tagsüber 26–30°C, nachts 22–24°C
Luftfeuchtigkeit: 70–85%, feucht halten
Einrichtung: Feuchte Terrarienerde (tief), Bodenpolizei, Korkhöhle, Wasserschale, Pflanzen, Moos
Ernährung: Heimchen, Schaben, Grillen
Verhalten: Defensiv, schnell, gräbt intensiv
Temperament: 7/10 – nervös
Körperlänge: Ca. 6cm
Wachstumsrate: 5/10, mittelmäßig
Lebenserwartung: ♀️ 12-15 J., adult in ca. 3-5 J.; ♂️ 2-4 J., adult in ca. 2-3 J.
Haltungsschwierigkeit: 4/10 (mittelschwer, wegen Schnelligkeit)
Herkunft: Endemisch in Sarawak, Borneo (Malaysia)
Natürlicher Habitat: Tropische Regenwälder mit hoher Luftfeuchtigkeit (80-95 %) und warmen Temperaturen (25-30 °C). Diese bodenbewohnende Art mit fossorialen Tendenzen gräbt tiefe Höhlen (30-40 cm) in feucht sandigem, mit organischem Material bedecktem Boden. Vegetation ist dicht mit Bäumen, Farnen und Moos. Sie zeigt auch semi-arboreales Verhalten, indem sie oberirdische Netze webt.
Im Hobby seit: 2010er Jahre
Haltungstipps: Tiefer, feuchter Bodengrund – sie gräbt komplexe Tunnel. Gerne auch Kletter- & Spinnmöglichkeiten anbieten. Vorsicht beim Öffnen, sie ist flink! Füttere reichlich, sie hat Appetit.
Besonderheiten: Besonders auffällig sind die metallisch-blauen Beine bei Jungtieren, die mit zunehmendem Alter zu einem dunklen Mitternachtsblau oder Schwarz verblassen. Der Carapax ist hellbraun, das Abdomen braun. Diese Farbgebung macht sie zu einer der farbenprächtigsten Vogelspinnen überhaupt. Der Name „Birupes“ leitet sich vom malaiischen Wort „biru“ (blau) ab, während „simoroxigorum“ die Kinder der Erstbeschreiber ehrt. Sie ist für ihre langen Spinnwarzen bekannt, die an Doppelschwanzspinnen (Dipluridae) erinnern. Die verlängerten Spinnwarzen sind wohl eine Anpassung an den feuchten, instabilen Boden, um robuste Strukturen und mehr Seide effizient zu erzeugen. Sie könnten auch Parasiten und unerwünschte Gäste wie Milben oder Pilze abwehren, indem sie Barrieren bilden – entscheidend in Borneo, einem der artenreichsten Orte der Erde mit vielen Bedrohungen. Wie bei netzbauenden Dipluridae deutet dies auf konvergente Evolution hin, obwohl Birupes keine Fangnetze spinnt. Die Natur hat sich bei diesen optimierten Werkzeugen etwas gedacht, ihr genauer Zweck ist jedoch noch unklar, aber zweifellos ökologisch sinnvoll.
%20(1).png)